Steuer & Inflationsrechner: Erbschaft, Rente & Realzins

Die großen Rahmenbedingungen entscheiden über dein Vermögen. Inflation, Steuern und Sozialabgaben sind die Regeln des Spiels. Wer sie nicht kennt, verliert.

Unsere Makro-Rechner zeigen dir die unsichtbaren Kräfte. Der Inflationsrechner visualisiert, wie deine Kaufkraft schmilzt. Der Erbschaftssteuer-Rechner warnt vor hohen Abgaben beim Vermögensübertrag, wenn Freibeträge nicht genutzt werden.

Nutze diese Tools für die langfristige strategische Planung über Jahrzehnte hinweg.

Leitfaden lesen · 26 Min
Inflation, Zinsen, Rente: Der Makro-Ratgeber für Privatanleger
Wie Inflation, Zinsen und Rentensystem deine Finanzen prägen – und wie du dich strategisch positionierst.

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Welche Makro-Faktoren sollten dich aktuell beschäftigen?

  • Inflation (aktuell 2–3 %): 100.000 € auf dem Tagesgeld verlieren bei 3 % Inflation und 2 % Zins jährlich 1 % Kaufkraft — über 20 Jahre 18 %.
  • CO2-Preis-Pfad (BEHG → ETS-II 2027): 65 €/t aktuell, Prognose 100–150 €/t bis 2030. Heizöl-Preis steigt dadurch um 4–8 ct/kWh.
  • Demografie / Renten-Niveau: Standardrente sinkt von 48 % (heute) auf 43 % (2040). Eigene Vorsorge zwingend.
  • Erbschaftssteuer-Freibeträge: Kind 400.000 €, Ehepartner 500.000 €, Enkel 200.000 €. Können alle 10 Jahre durch Schenkungen wiederholt werden.
  • Realzins: Aktuell oft positiv (z. B. 3,5 % Tagesgeld bei 2,5 % Inflation = +1 % real). Erstmals seit 15 Jahren wieder Tagesgeld-Strategie sinnvoll.

Die Erbschafts-Strategie: Wer ein größeres Vermögen über 400.000 € (pro Kind) hat, sollte frühzeitig Schenkungen planen. Beispiel: Eltern haben 1.200.000 € Vermögen und zwei Kinder. Direkte Vererbung führt zu 65.000 € Erbschaftssteuer. Mit zwei Schenkungs-Tranchen alle 10 Jahre wird die Steuer komplett vermieden.

Bei der Inflations-Absicherung: Sachwerte (Aktien, Immobilien, Gold) schlagen Geldwerte langfristig. Aktien-ETFs steigen historisch mit ~2 % über der Inflation, Immobilien mit ~1 %. Tagesgeld und Anleihen verlieren langfristig immer Kaufkraft.

Häufige Fragen & Antworten

Alles, was du zu diesem Thema wissen musst.

Durch Sachwerte (Aktien, Immobilien), die im Wert steigen, oder durch Investitionen, die eine Rendite oberhalb der Inflation erwirtschaften (Realzins). Bargeld ist der garantierte Verlierer.
Wenn die Freibeträge überschritten werden (z.B. 400.000€ pro Kind, 500.000€ Ehepartner). Durch frühzeitige Schenkungen (alle 10 Jahre erneuern sich die Freibeträge) lässt sich die Steuer oft komplett vermeiden.
Der Zins nach Abzug der Inflation. Wenn du 3% Zinsen bekommst, die Inflation aber 4% beträgt, ist dein Realzins -1%. Du verlierst Kaufkraft, obwohl dein Kontostand wächst.
Steuerklasse I (Kinder, Enkel, Ehepartner): 7–30 % je nach Höhe nach Freibetrag. Steuerklasse II: 15–43 %. Steuerklasse III: 30–50 %. Freibetrag Kinder: 400.000 €, Ehepartner: 500.000 €.
Seit 2018 zahlst du auf thesaurierende ETFs eine fiktive Steuer auf Buchgewinne. Berechnung: Basiszinssatz × 70 % × ETF-Wert × 25 % Abgeltungssteuer. Bei 100.000 € ETF und 2,5 % Basiszins ergeben sich rund 440 €/Jahr.
Reine Geld-Sache: Bei 50.000 € zu versteuerndem Einkommen und 9 % Kirchensteuersatz fallen rund 800 €/Jahr an. Über 40 Berufsjahre summiert sich das auf 30.000–40.000 €. Kirchenaustritt erfolgt beim Standesamt (~30 € Gebühr).

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