Woher unsere Zahlen kommen
Ein Rechner ist nur so gut wie die Werte, mit denen er startet. Diese Seite erklärt, welche Zahlen wir für eine Stadt tatsächlich erhoben haben, welche Richtwerte sind, und warum auf manchen Seiten bewusst keine Zahl steht.
Die Regel: keine Stadt-Zahl ohne Beleg
Deutschland hat rund 11.000 Kommunen, und viele Kosten — Wasser, Abwasser, Grundsteuer — setzt jede für sich fest. Einen Landesdurchschnitt als Preis für die eigene Stadt auszugeben, wäre bequem und falsch. Deshalb kennt unser System für jede Kennzahl drei Zustände:
Belegt mit Quelle
Der Wert gilt für genau diese Stadt und wir haben die Fundstelle samt Gültigkeitsdatum hinterlegt. Nur dann zeigen wir Quelle und Datenstand an.
Redaktionell gepflegt
Der Wert ist stadt-spezifisch erhoben, der Quellennachweis in unserer Datenbank steht aber noch aus. Wir zeigen die Zahl, aber kein Quellen-Badge — ein erfundener Beleg wäre schlimmer als keiner.
Richtwert des Bundeslands
Für diese Stadt liegt uns nichts Eigenes vor. Wir zeigen dann den Landesrichtwert — und schreiben dazu, dass es einer ist. In Titeln, Antwortboxen und Datentabellen taucht er gar nicht erst als Stadt-Zahl auf.
Praktisch heißt das: Wenn im Seitentitel eine Zahl steht, ist sie für diese Stadt erhoben. Steht dort keine, haben wir sie nicht — und weisen den Wert als Richtwert des Bundeslands aus, statt eine Genauigkeit zu behaupten, die die Daten nicht hergeben.
Aktueller Datenstand
Städte insgesamt
627
mit eigenem Hebesatz
528
Grundsteuer B
mit eigenem Wasserpreis
444
davon mit Grundgebühr: 442
Diese Zahlen werden aus dem Datenbestand berechnet, nicht von Hand gepflegt — sie stimmen also auch nach dem nächsten Datenimport. Alle belegten Wasserpreise ansehen.
Wie ein Wert in die Datenbank kommt
- 1
Nachfrage entscheidet die Reihenfolge
Welche Stadt wir als Nächstes erheben, richtet sich danach, wonach tatsächlich gesucht wird — und danach, für welche Städte Menschen eine Prüfung starten wollten, die wir mangels Daten ablehnen mussten.
- 2
Nur amtliche Quellen
Zulässig ist die Gebührensatzung der Kommune oder das Preisblatt des zuständigen Versorgers. Presseartikel und Vergleichsportale zählen nicht. Zu jedem Wert werden Fundstelle und Gültigkeitsdatum festgehalten.
- 3
Plausibilitätsprüfung in zwei Stufen
Werte außerhalb realistischer Bandbreiten werden abgelehnt. Werte, die ungewöhnlich, aber möglich sind, werden markiert und einzeln angesehen statt automatisch übernommen — teure Kommunen gibt es, Tippfehler aber auch.
- 4
Freigabe vor Veröffentlichung
Jeder Datenimport erzeugt zuerst eine Übersicht mit altem Wert, neuem Wert, Quelle und Stand. Erst nach Durchsicht wandert er in die Live-Daten.
- 5
Jährlicher Recheck
Werte, deren Stand älter als 14 Monate wird, landen auf einer Liste zur erneuten Prüfung. Gebühren ändern sich meist zum Jahreswechsel — ein Preis von vorgestern, als aktuell ausgegeben, ist genauso falsch wie ein erfundener, nur schwerer zu bemerken.
Rechenwege und Quellen je Themenbereich
Formel, Annahmen und Belege der Rechner. Wer eine Annahme für falsch hält, kann sie hier nachlesen und im Rechner überschreiben.
Strom & Solar▾
Formel
Ertrag = kWp × spez. Ertrag(Standort) × (1 − Systemverluste) × (1 − Degradation)^JahrAnnahmen
- Spezifischer Ertrag aus PVGIS-Datenbank der EU-Kommission (Standort-bezogen).
- Systemverluste pauschal 14 % (Wechselrichter, Kabel, Verschmutzung, Mismatch).
- Degradation 0,5 %/Jahr für aktuelle N-Type-Module.
- Strompreis-Steigerung 3 %/Jahr (10-Jahres-Schnitt Bestandskunden DE).
- Eigenverbrauchsquote ohne Speicher 30 %, mit Speicher 60–70 %.
Heizung & Klima▾
Formel
Heizkosten/Jahr = Heizlast × Volllaststunden × Energiepreis ÷ Effizienz (η bzw. JAZ)Annahmen
- Heizlast vereinfacht aus Wohnfläche × spezifischer Heizlast (W/m²) je Effizienzklasse.
- Volllaststunden: 1.800 h (Bestand), 1.500 h (saniert), je nach Klimazone.
- JAZ-Annahmen Wärmepumpe: 3,5 (Luft, Bestand), 4,0 (Luft, sanierter Neubau), 4,5 (Sole/Erde).
- Brennwert-Wirkungsgrade: Gas 95 %, Öl 92 %, Pellet 88 %.
- CO2-Preis 2026: 55–65 €/t (Korridor), Berechnung mit 60 €/t.
E-Mobilität▾
Formel
TCO = Kaufpreis − Restwert + (Energie + Wartung + Versicherung + Steuer) × HaltedauerAnnahmen
- Stromverbrauch BEV: 18–22 kWh/100 km (kombiniert), 24–28 kWh im Winter.
- Verbrauch Verbrenner: WLTP-Wert + 15 % Realbetrieb-Aufschlag.
- Strompreis Haushalt 2026: ~36 ct/kWh, Wallbox-Tarif 28–32 ct, Schnelllader 55–79 ct.
- Restwert BEV nach 4 Jahren: 45–55 % vom Neupreis (Marktbeobachtung 2024–2026).
- THG-Quote: 60–120 €/Jahr je nach Anbieter (Marktpreis-Schwankung beachten).
Haushalt & Wasser▾
Formel
Stromkosten = Leistung (kW) × Nutzungsdauer (h/Jahr) × Strompreis (€/kWh)Annahmen
- Haushaltsstrompreis Bestandskunden DE Q1 2026: ~36 ct/kWh.
- Wasserpreis Mischtarif (Trink- + Abwasser) Ø 4,30 €/m³.
- Geräte-Verbrauchsdaten aus EU-Energielabel (Klassen A–G nach 2021).
- Standby-Verluste laut Stiftung Warentest und HTW Berlin Messreihen.
Technik & Hobby▾
Formel
Stromkosten = (Leistung × Auslastung × Stunden) ÷ 1000 × StrompreisAnnahmen
- Reale Leistungsaufnahme über Messsteckdose statt Hersteller-TDP (Faktor 0,6–0,8).
- Gaming-PC GPU-Auslastung 70–90 % unter Last, 5–15 % im Idle.
- Server-Idle-Last realistisch 30–60 W bei modernen Mini-PCs.
- Aquarium: Heizstab nur 30–50 % Tagesbetrieb (Thermostat-Regelung).
Investieren▾
Formel
Endwert = Sparrate × ((1 + r)^n − 1) ÷ r − Steuern (TER + Vorabpauschale + Abgeltung)Annahmen
- Erwartete Aktien-ETF-Rendite langfristig: 7 %/Jahr nominal vor Kosten und Steuern.
- Inflation 2 %/Jahr im langfristigen Durchschnitt.
- TER MSCI World ETFs: 0,12–0,22 %.
- Vorabpauschale: 70 % des Basiszinses (2024: 2,29 %), Aktien-ETF nach 30 % Teilfreistellung.
- Abgeltungsteuer 25 % + Soli 5,5 % = effektiv 26,375 %, Sparerpauschbetrag 1.000 €/2.000 €.
Immobilien▾
Formel
Annuität = Darlehen × (Zins + Tilgung) ÷ 12; Restschuld nach n Jahren = AnnuitätenformelAnnahmen
- Grunderwerbsteuer-Sätze nach Bundesland: 3,5 % (BY/SN) bis 6,5 % (NRW/SH/BB/HE/SL).
- Notar + Grundbuch: 1,5–2 % vom Kaufpreis (GNotKG).
- Maklerprovision: 7,14 % geteilt (Käufer trägt 3,57 %), Hälftelung seit 2020 Pflicht.
- Bauzins 2026: 3,3–4,0 % bei 10 J. Sollzinsbindung, 80 % Beleihung.
- Mietrendite Brutto = Jahres-Kaltmiete ÷ Kaufpreis × 100; Netto zieht Bewirtschaftung 25–30 % ab.
Gehalt & Lifestyle▾
Formel
Netto = Brutto − Lohnsteuer − Soli − KiSt − KV − PV − RV − ALV (AN-Anteile)Annahmen
- KV-Beitrag 14,6 % paritätisch + Zusatzbeitrag Ø 2,9 %.
- PV-Beitrag 3,6 %, kinderlose AN +0,6 % Zuschlag.
- RV-Beitrag 18,6 %, ALV 2,6 % – jeweils paritätisch.
- Steuerklassen: I/II/III/IV/V/VI – Berechnung mit aktuellen Programmablaufplänen des BMF.
- Sachbezüge (Dienstwagen 1 %-Regel, BEV 0,25 %) in geldwerten Vorteil eingerechnet.
Steuern & Makro▾
Formel
Realzins ≈ Nominalzins − Inflation; zu versteuerndes Einkommen → Lohnsteuer (Splittingtarif)Annahmen
- Grundfreibetrag 2026: 12.348 € Single, 24.696 € Verheiratet.
- Solidaritätszuschlag 5,5 % der Lohnsteuer ab ~73.500 € zvE Single.
- Inflation Mai 2026: 2,7–2,9 % (StatBA), Kerninflation 2,3 %.
- CO2-Preis-Korridor 2026: 55–65 €/t, ab 2028 EU-ETS 2 marktbasiert.
- BBG RV 2026: 101.400 €/Jahr; BBG KV: 69.750 €/Jahr.
Was wir nicht leisten
- Keine Rechts- oder Steuerberatung. Unsere Rechner und Analysen prüfen Zahlen und Plausibilität, nicht die rechtliche Wirksamkeit einer Abrechnung oder eines Bescheids. Bei Streit oder Formfehler-Verdacht sind Mieterverein, Anwalt oder Steuerberater die richtige Adresse.
- Keine Prognose. Ein Landes- oder Bundesdurchschnitt ordnet ein, er sagt nichts über die eigene Rechnung voraus. Maßgeblich ist immer der Satz der eigenen Kommune und der eigene Vertrag.
- Keine Vollständigkeit. Wo uns Daten fehlen, sagen wir das, statt die Lücke zu füllen. Die Zahlen im Abschnitt oben sind der ehrliche Stand des Ausbaus, kein Endzustand.
- Keine bezahlten Platzierungen. Kein Affiliate, keine Sponsorings, keine Provisionsdeals — auch nicht in den Quellenlinks auf dieser Seite.
Stand dieser Seite: 2026. Die Datenstand-Zahlen oben werden bei jedem Seitenaufbau neu aus dem Bestand berechnet.