Warum die Minijob-Grenze wandert
Seit 2022 ist die Geringfügigkeitsgrenze dynamisch: Sie orientiert sich an einer Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zum jeweiligen Mindestlohn. Steigt der Mindestlohn, steigt die Grenze mit. Das war früher anders – die 450-Euro-Grenze stand jahrelang fest, während der Mindestlohn stieg.
Für dich heißt das: Prüfe bei jeder Mindestlohnanpassung, ob dein Stundenumfang noch passt.
Der Übergangsbereich in einem Satz
Er verhindert die Abbruchkante. Ohne ihn würde ein Euro über der Minijob-Grenze schlagartig den vollen Arbeitnehmeranteil auslösen und das Netto sinken lassen. Stattdessen wird die beitragspflichtige Bemessungsgrundlage abgesenkt und läuft bis zur Obergrenze auf den regulären Wert zu.
- Voller Versicherungsschutz ab dem ersten Euro über der Grenze.
- Rentenansprüche werden aus dem vollen Arbeitsentgelt berechnet, nicht aus der abgesenkten Bemessungsgrundlage.
- Der Arbeitgeberanteil ist im unteren Übergangsbereich höher als der reguläre Satz.
Was dieser Rechner vereinfacht
Der Arbeitnehmeranteil im Übergangsbereich ist hier linear angenähert. Die amtliche Formel nach § 20 Abs. 2a SGB IV rechnet mit einem Faktor F und weicht im Detail ab. Ebenfalls nicht enthalten: Lohnsteuer, kinderloser Zuschlag in der Pflegeversicherung und kassenindividuelle Zusatzbeiträge. Für die verbindliche Abrechnung gilt die Entgeltabrechnung deines Arbeitgebers.