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E-Mobilität

Leasing vs. Kauf Rechner

Die Leasingrate sieht fast immer günstiger aus als die Finanzierungsrate – aber am Ende der Laufzeit gibst du das Auto ab, während dem Käufer ein Fahrzeug mit Restwert bleibt. Dieser Rechner stellt beide Wege über dieselbe Laufzeit gegenüber und rechnet den Restwert gegen.

Von Numera Vision · Energie-Redaktion · Strom, Solar, Heizung & E-Mobilität
Zuletzt aktualisiert:

Interaktiver Rechner

Die Ergebnisse sind vereinfachte Schätzwerte auf Basis typischer Annahmen und können von deinen tatsächlichen Werten abweichen. Angaben ohne Gewähr.

Die Formel

Leasing gesamt = Anzahlung + Leasingrate × Laufzeit. Kauf: Annuität aus Kaufpreis, Zins und Laufzeit; effektive Kosten = Summe der Raten − Restwert bei Laufzeitende. Der Vergleich beider Werte zeigt, welche Variante über die Laufzeit günstiger war.

Warum ist das wichtig?

Der Restwert entscheidet den Vergleich. Beim Leasing zahlst du den Wertverlust plus Zins und Marge des Leasinggebers; beim Kauf zahlst du denselben Wertverlust, behältst aber das Fahrzeug. Rechnet sich Leasing trotzdem, liegt es fast immer an subventionierten Aktionsraten der Hersteller – nicht an einem systematischen Vorteil.

Beispielrechnung

Beispiel: 40.000 € Listenpreis, 12 % Rabatt, 349 € Leasingrate, 3.000 € Anzahlung, 36 Monate, 55 % Restwert, 5,5 % Finanzierungszins. Leasing kostet 3.000 € + 36 × 349 € = 15.564 €. Der Käufer zahlt Raten auf 35.200 €, bekommt aber rund 19.360 € Restwert zurück – die Differenz entscheidet.

Der ehrliche Vergleich braucht den Restwert

Raten gegen Raten zu stellen ist der klassische Fehler. Nach 36 Monaten hat der Leasingnehmer ein Fahrzeug abgegeben, der Käufer besitzt eines. Erst wenn der Restwert vom Kaufpfad abgezogen wird, sind beide Wege vergleichbar.

Umgekehrt gilt: Der Restwert ist eine Schätzung. Fällt der Gebrauchtwagenmarkt – wie zuletzt bei Elektrofahrzeugen – verschiebt sich der Vergleich zugunsten des Leasings, weil dort der Leasinggeber das Wertrisiko trägt.

Was in beiden Varianten gleich bleibt

  • Versicherung – beim Leasing meist mit Vollkasko-Pflicht und niedriger Selbstbeteiligung.
  • Kfz-Steuer, Kraftstoff oder Strom, Wartung und Reifen.
  • Wertverlust – er entsteht in beiden Fällen, nur wird er unterschiedlich bezahlt.

Deshalb vergleicht dieser Rechner ausschließlich die Beschaffungskosten. Die laufenden Betriebskosten rechnest du besser separat – etwa mit dem Spritkosten- oder dem E-Auto-Kostenrechner.

Grenzen dieser Rechnung

Der Kaufpfad wird als klassische Annuitätenfinanzierung über dieselbe Laufzeit gerechnet. Nicht enthalten sind Schlussraten bei Ballonfinanzierungen, Leasing-Sonderzahlungen mit steuerlicher Verteilung, Mehrkilometerkosten, Rückgabeschäden sowie steuerliche Effekte bei gewerblicher Nutzung. Für die steuerliche Behandlung im Betrieb ist die Steuerberatung zuständig.

Methodologie & Quellen

Kernformel

TCO = Kaufpreis − Restwert + (Energie + Wartung + Versicherung + Steuer) × Haltedauer

Annahmen

  • Stromverbrauch BEV: 18–22 kWh/100 km (kombiniert), 24–28 kWh im Winter.
  • Verbrauch Verbrenner: WLTP-Wert + 15 % Realbetrieb-Aufschlag.
  • Strompreis Haushalt 2026: ~36 ct/kWh, Wallbox-Tarif 28–32 ct, Schnelllader 55–79 ct.
  • Restwert BEV nach 4 Jahren: 45–55 % vom Neupreis (Marktbeobachtung 2024–2026).
  • THG-Quote: 60–120 €/Jahr je nach Anbieter (Marktpreis-Schwankung beachten).

Datenquellen

Methodologie zuletzt redaktionell geprüft: 08. Mai 2026

Häufige Fragen (FAQ)

Warum ist die Leasingrate niedriger als die Finanzierungsrate?

Weil du beim Leasing nur den Wertverlust der Laufzeit finanzierst, beim Kauf dagegen den vollen Preis. Am Ende der Laufzeit steht dem Käufer aber ein Fahrzeug im Wert des Restwerts gegenüber – die niedrigere Rate ist deshalb kein Kostenvorteil, sondern eine andere Zahlungsstruktur.

Welche Kosten kommen beim Leasing oben drauf?

Überführungs- und Zulassungskosten, oft eine Bearbeitungsgebühr, Mehrkilometer über der vereinbarten Laufleistung sowie Nachforderungen für Schäden bei der Rückgabe. Gerade die Rückgabebewertung ist der Posten, der Leasingverträge im Nachhinein teuer macht – Kratzer und Felgenschäden werden konsequent berechnet.

Für wen lohnt sich Leasing?

Für Gewerbetreibende und Selbstständige, weil die Raten sofort als Betriebsausgabe abziehbar sind und beim Kauf stattdessen über die Nutzungsdauer abgeschrieben wird. Außerdem für alle, die planbare Kosten wollen und ohnehin alle drei Jahre wechseln. Wer ein Auto zehn Jahre fährt, ist mit Kauf fast immer besser dran.

Was ist bei Restwertleasing das Risiko?

Beim Restwertleasing trägst du das Risiko, dass das Fahrzeug bei Rückgabe weniger wert ist als kalkuliert – die Differenz zahlst du nach. Beim Kilometerleasing zählt dagegen nur die gefahrene Strecke, der Restwert ist Sache des Leasinggebers. Für Privatkunden ist Kilometerleasing die deutlich berechenbarere Variante.

Zählt der Listenpreis oder der Rabattpreis?

Für den Kaufvergleich der tatsächlich gezahlte Preis nach Rabatt. Beim Dienstwagen und der Ein-Prozent-Regel ist dagegen der Bruttolistenpreis maßgeblich – dort ändert ein Rabatt an der Versteuerung nichts.

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