Immobilien

Mietrendite Rechner 2025

Die Mietrendite ist die wichtigste Kennzahl für Immobilien-Investoren. Sie zeigt, wie viel Return du auf dein eingesetztes Kapital erhältst. Dieser Rechner berechnet Brutto- und Nettorendite, Cashflow und hilft bei der Bewertung von Mietobjekten.

Interaktiver Rechner

Die Formel

Bruttorendite = (Jahresmiete / Kaufpreis) × 100 | Nettorendite = (Jahresmiete - Betriebskosten) / Gesamtkapital × 100

Warum ist das wichtig?

Eine gute Bruttorendite liegt bei 4-6%. Bei unter 3% ist die Immobilie als Renditeobjekt kritisch zu sehen. Die Nettorendite sollte mindestens 2-3% betragen, sonst frisst Inflation die Rendite auf.

Beispielrechnung

Kaufpreis: 300.000€, Jahresmiete: 15.000€. Bruttorendite: 5%. Abzüglich Betriebskosten (3.000€) und Finanzierung (8.000€): Nettorendite ca. 1,3%.

Mietrendite: Die wichtigste Kennzahl für Immobilien-Investoren

Wer in Mietimmobilien investiert, will eine Rendite erzielen. Doch wie misst man diese Rendite korrekt? Die Mietrendite ist die zentrale Kennzahl – aber es gibt verschiedene Arten, sie zu berechnen.

Bruttorendite: Die grobe Orientierung

Die Bruttorendite ist die einfachste Form der Renditeberechnung. Sie setzt die Jahresmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis.

Formel Bruttorendite

Bruttorendite = (Jahresmiete / Kaufpreis) × 100

Beispiel: Jahresmiete 18.000€ / Kaufpreis 400.000€ = 4,5% Bruttorendite

Nettorendite: Das wahre Bild

Die Nettorendite zieht alle laufenden Kosten ab. Sie zeigt, was wirklich übrig bleibt.

Formel Nettorendite

Nettorendite = (Jahresmiete - Betriebskosten) / Gesamtkapital × 100

Beispiel: (18.000€ - 4.000€) / 400.000€ = 3,5% Nettorendite

Welche Kosten zählen zur Nettorendite?

Betriebskosten (umlagefähig)

  • Grundsteuer
  • Versicherung (Gebäude)
  • Müllgebühren
  • Straßenreinigung
  • Schornsteinfeger
  • Wartung Aufzug

Werden vom Mieter übernommen

Nicht umlagefähige Kosten

  • Verwaltungskosten (ca. 3%)
  • Instandhaltung (ca. 1%)
  • Mietausfallrisiko (ca. 2%)
  • Leerstandsrisiko (ca. 3%)
  • Finanzierungskosten
  • Rücklagen

Trägt der Vermieter allein

Rendite-Einordnung nach Region

Region Bruttorendite Kaufpreisfaktor Bewertung
München, Frankfurt 2,5-3,5% 28-40 Sehr niedrig
Hamburg, Berlin, Stuttgart 3,0-4,5% 22-33 Niedrig
Mittelstädte (B-Kategorien) 4,5-6,0% 17-22 Gut
Kleinstädte, ländlich 6,0-8,0% 12-17 Sehr gut

Cashflow: Die entscheidende Kennzahl

Rendite ist wichtig, aber Cashflow ist entscheidend. Eine positive Cashflow-Immobilie finanziert sich selbst.

Cashflow-Berechnung

Mieteinnahmen (monatlich) + 1.500 €
Nicht umlagefähige Kosten - 200 €
Finanzierung (Tilgung + Zins) - 800 €
Cashflow + 500 €/Monat

Leverage: Hebel durch Fremdkapital

Mit Fremdkapital (Hypothek) kannst du deine Rendite hebeln. Das nennt man Leverage-Effekt.

Ohne Leverage (100% Eigenkapital)

  • Kaufpreis: 400.000€
  • Eigenkapital: 400.000€
  • Jahresmiete: 20.000€
  • Kosten: 5.000€
  • Rendite: 3,75%

Mit Leverage (20% Eigenkapital)

  • Kaufpreis: 400.000€
  • Eigenkapital: 80.000€
  • Jahresmiete: 20.000€
  • Kosten + Zinsen: 12.000€
  • Rendite auf EK: 10,0%

Risiken bei der Mietrendite

  • Leerstand: Keine Miete, aber laufende Kosten. Rücklagen bilden!
  • Mietausfall:>Mieter zahlt nicht. Mahnverfahren, Räumungsklage – dauert Monate.
  • Instandhaltung: Große Reparaturen (Dach, Heizung) können die Rendite eines Jahres auffressen.
  • Zinsänderung: Bei variabler Finanzierung steigen die Kosten.
  • Wertverlust: Immobilienpreise können sinken (siehe 2022-2024).

Steuerliche Aspekte

Mieteinnahmen sind steuerpflichtig. Aber: Viele Kosten lassen sich absetzen.

Steuerpflichtige Einnahmen

  • Kaltmiete (voll)
  • Nebenkosten-Umlage (ohne Weiterleitung)

Absetzbare Kosten

  • Grundsteuer
  • Versicherungen
  • Instandhaltung
  • Verwaltung
  • Finanzierungszinsen
  • Abschreibung (2%)

Tipp: Rendite ist nicht alles

Eine Immobilie mit 3% Rendite in einer wachsenden Stadt kann besser sein als eine mit 7% in einer schrumpfenden Region. Standort, Infrastruktur, Bevölkerungsentwicklung und Objektzustand sind mindestens so wichtig wie die reine Renditezahl.

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Häufige Fragen (FAQ)

Was ist eine gute Mietrendite?

Bruttorendite: 4-6% ist gut, über 6% ist sehr gut (oft mit höherem Risiko). Nettorendite: Mindestens 2-3% sollten übrig bleiben. Bei unter 2% Nettorendite frisst Inflation und Aufwand die Rendite auf.

Brutto- vs. Nettorendite: Was zählt?

Die Bruttorendite ist eine grobe Orientierung. Die Nettorendite zeigt das wahre Bild: Sie zieht alle Kosten (Nebenkosten, Instandhaltung, Verwaltung, Finanzierung) ab. Für Investitionsentscheidungen ist die Nettorendite entscheidend.

Was ist der Kaufpreisfaktor?

Der Kaufpreisfaktor (auch Verhältniszahl) ist das Inverse der Bruttorendite: Kaufpreis / Jahresmiete. Ein Faktor von 20 bedeutet: 20 Jahre Mieten = Kaufpreis. Entspricht einer Bruttorendite von 5%.

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