Warum sich die Rechnung umgedreht hat
Als die Einspeisevergütung noch bei über 40 Cent lag, war die PV-Anlage eine Investition ins Netz. Heute liegt der Satz im einstelligen Cent-Bereich, während der Haushaltsstrompreis ein Vielfaches beträgt. Die Folge: Nicht die Größe der Anlage entscheidet über die Wirtschaftlichkeit, sondern der Anteil, den du selbst verbrauchst.
Wo der Eigenverbrauch herkommt
- Grundlast – Kühlschrank, Router, Standby. Läuft ohnehin und wird tagsüber direkt gedeckt.
- Verschiebbare Lasten – Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner. Kostet nichts außer einer Zeitschaltung.
- Große Verbraucher – Wärmepumpe, Wallbox, Heizstab für Warmwasser. Der wirksamste Hebel, weil er den Überschuss in Mengen abnimmt, die sonst ins Netz gingen.
- Batteriespeicher – verschiebt Abendverbrauch in die Sonnenstunden. Wirksam, aber von allen Optionen die teuerste je zusätzlich eigenverbrauchter Kilowattstunde.
Was der Rechner vereinfacht
Gerechnet wird mit einem festen Jahresertrag und einem festen Eigenverbrauchsanteil. Nicht enthalten sind Degradation der Module über die Jahre, jährliche Absenkung der Vergütungssätze für Neuanlagen, Wechselrichter-Verluste über den nominalen Wirkungsgrad hinaus, Verschattung sowie Betriebs- und Versicherungskosten. Für eine belastbare Prognose braucht es eine standortbezogene Ertragssimulation durch den Fachbetrieb.